Neue Pfändungsfreigrenzen

Zum 01.07.2015 steigen erneut die Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen nach §850c ZPO.



Nach der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachungsverordnung (BGBl. I 15, 618) kann der Schuldner bei der Pfändung von Arbeitslohn folgende Freibeträge für sich beanspruchen:

Pfändungsfreigrenzen

Schuldner
erste unterhaltsberechtigte Person
2. bis 5. unterhaltsberechtigte Person

 

1.073,88 €
+ 404,16 €
+ 225,17 €

1. Noch mehr Schuldnerschutz 
Immer wieder übersehen wird, dass der Schuldner den darüber hinausgehenden Betrag nicht vollständig an den Gläubiger abführen muss. Es sind vielmehr auch von diesem überschießenden Betrag nach § 850c Abs. 2 ZPO

  • 30 % unpfändbar, wenn der Schuldner keiner Person unterhaltspflichtig ist,
  • 50 % unpfändbar, wenn er einer Person unterhaltspflichtig ist und 
  • 60 bis 90 % unpfändbar, wenn er 2 bis 5 Personen unterhaltspflichtig ist, nämlich jeweils 10 % für jede unterhaltsberechtigte Person. 

Allerdings erhält der Gläubiger das gesamte Nettoeinkommen, das den Betrag von 3.392,09 EUR übersteigt. 

2. Kontopfändung
Anzumerken ist auch, dass sich die neuen Pfändungsfreigrenzen nach §850k Abs. 1 ZPO auch auf das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) auswirken und dort die Grenzen ebenso angehoben werden.

 

 

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